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Lost-Places-Tour - Teil 2: FDJ-Hochschule

Ein Vorhang flattert im Wind im Foyer des Lektionsgebäude. (Foto: Eric)Nach meinem Einstieg in die Welt der "Lost Places" fuhr ich am 23.03.2014 nach Wandlitz. In der Nähe des kleinen Ortes befindet sich am Bogensee die ehemalige FDJ-Hochschule - ein Komplex aus mehreren Gebäuden mit großen Sälen, die zu Kugelpanoramen regelrecht auffordern! Eine spannende Tour, bei der man sich aber auch durchaus mal etwas Zeit für die Details lassen kann!

In den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde in der Nähe des Bogensees bei Wandlitz eine prestigeträchtige Hochschule für die FDJ errichtet. Die im sozialistischen Klassizismus errichtete Anlage ist nur eine knappe halbe Stunde von aus Berlin aus zu erreichen und bietet Fotografen sowohl große Säle als auch feine Details. Eine Besichtigung mit Foto-Tour ist bequem und ausschließlich mit go2know möglich.

Das Gelände bietet insgesamt drei verschiedenartige Komplexe, die besichtigt werden können: das Lektionsgebäude, das Kulturhaus und Schulleitungs- sowie Studentenwohngebäude. Letztere sind baugleich. Ich konzentrierte mich auf meiner Tour auf die beiden "großen" Gebäude und erkundete zunächst das Kulturhaus oder "Haus Bogensee".

Tolle Architektur im Festsaal des Kulturhauses (Foto: Eric)Schon der Eingangsbereich versprühte einen gewissen Charme. Ein eher anthrazitfarbener Boden, prächtige Deckenleuchter und eine Bar empfangen den Gast. Von hier aus gelangt man in den großen Saal sowie in seitliche Treppenhäuser. Der große Saal beeindruckt nicht nur durch seine Größe und seine hohe Decke, deren Beleuchtung zum Großteil noch funktionstüchtig ist, sondern auch die, die seitlich der kleinen Bühne gelegenen Treppen. Über diese kommt man ins Obergeschoss, wo man einen tollen, offenen Blick in den Saal hat. Erstaunlich ist, wie gut erhalten die Wände und Säulen sind, die Bodenpanele heben sich aber deutlich ab. Vom Außenbalkon hat man einen guten Blick auf den Innenhof und das Lektionsgebäude.

In den Nebenräumen des Kulturhauses findet man noch zahlreiche Nebenräume, die bis als Musik-, Spiel- und Clubzimmer dienten. Bis 1994 wurden diese Räume auch noch zu Schulungszwecken der Polizei genutzt.

Geschwungene Treppen fängt man von unten besonders beeindruckend ein. (Foto: Eric)Das zweite große Gebäude liegt am anderen Ende des Geländes: das Lektionsgebäude. Man betritt es durch das Vestibül (eine kleine Eingangshalle), in dem sich früher einmal die Garderobe befand. Über beidseitig gelegene, imposant gestaltete Treppenhäuser kommt man in die Obergeschosse. Im Erdgeschoss befanden sich noch eine Rezeption und ein Bankier - die Holzvertäfelungen sehen aus, als wären sie gerade eben verlassen worden.

Der Blick durch das Foyer im Lektionsgebäude ist beeindruckend. (Foto: Eric)Im ersten Obergeschoss findet man sich in einem Vorsaal wieder, der von zwei prächtigen Kronleuchtern geschmückt wird. Schön gestaltete Säulen und Böden geben einen prunkvollen Eindruck. Das zweite Obergeschoss ist offen - man kann also den Blick in den Saal werfen. Besonderes Detail: die leicht im Wind wiegende Gardine des Außenbalkons bei geöffneter Tür.

Vom Vorsaal gelangt man in den großen Lektionssaal mit Bühne. Auch hier findet man eine überwältigende Säulenarchitektur mit einer hohen Decke und zahlreichen Sitzreihen. Die Dielen haben sich aufgrund der Feuchtigkeit verzogen und aufgeschoben. Die langen Vorhänge auf der Bühne sind verstaubt, aber aufgrund ihrer Länge immer noch anmutig. Spannend ist auch hier der Blick "von oben". Der große Lektionssaal mit Bühne bot Platz für 500 Personen. (Foto: Eric)Dazu muss man ins zweite Obergeschoss, von wo aus man in die Sprecherkabinen und Kabinen der Tontechnik kommt. Dort findet man nicht nur alte Skripte, sondern ebenso zahlreiche Kopfhörer, Mikros und Schaltpulte. Eine Taschenlampe sollte man aber dabei haben.

Was die Zukunft bringt, ist ungewiss. Das Gelände ist zum Verkauf ausgeschrieben, Interessenten gibt es einige. Bis es so weit ist, können Fotografen diesen "Lost Place" erkunden und im Bild festhalten.



Teil 1 - Hohenlychen
Teil 3 - Wünsdorf, Haus der Offiziere
Teil 4 - Beelitzer Heilstätten, Frauenklinik
Teil 5 - Flughafen Tempelhof

Reiselust

Namibia 20112012 führten mich meine Reisen zum zweiten Mal nach Namibia. Einen ausführlichen bebilderten Reisebericht finden Sie hier. Die Reisefotografie ist einer meiner liebsten Schwerpunkte meiner Arbeit. Neue Kulturen, skurrile Landschaften und exotische Tiere haben es mir angetan. In der Kategorie "Reisen" stelle ich Länder, die ich bereist habe, in Foto und Text vor.

Geschichte der Fotografie

Das erste Foto der Welt von Joseph Nicéphore Nièpce 1826. (Foto: wikimedia.org)Die Fotografie hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Im Laufe der Zeit - vom 10. Jahrhundert bis heute - gab es viele bemerkenswerte Fortschritte, die die Fotografie zu dem gemacht hat, was sie heute ist: eine Abbildung der Wirklichkeit mit allen Optionen der digitalen Gestaltung. Lest hier, was die Geschichte der Fotografie entscheidend geprägt hat!

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