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„Habt ihr Fotos von mir gemacht?“

Motive wie dieses könnten Passanten im Hintergrund abbilden – die sich in ihrer Privatsphäre verletzt fühlen (Foto: Eric)Ostermontag, Stadtpark Steglitz. „Na, macht ihr schöne Natur-Fotos?“, kam von links. Ein mit Akzent sprechender Typ kam in Schlabberhose zu uns herübergewatschelt. Doch der Ton, mit dem er meine Freundin und mich ansprach, ließ uns beide nichts Gutes ahnen. „Ääähm, was?“. „Habt ihr Fotos von mir gemacht?“ – aha! Da war er dann, der eigentliche Grund, warum er seine Freundin und das seit Minuten schreiende Kleinkind im Kinderwagen stehen gelassen hatte.

Wer nicht auf fremden Fotos erscheinen möchte, der hat das gute Recht dazu – eine Ausnahme bildet das sogenannte Beiwerk. Der Typ war jedenfalls auf keinem unserer Fotos zu sehen. Wir teilten ihm dies mit, aber ihm reichte das nicht. Mit einer frechen Selbstverständlichkeit sprach er uns sein Misstrauen aus und forderte sogar, die Fotos selbst zu sehen. „Nö!“ – Wo gibt’s denn auch so was? „Warum sollten wir dich fotografieren?“ – Ignoriert. Er wolle die Bilder sehen, sonst rufe er die Polizei.

An dieser Stelle riss mir der Faden – muss ich mir das bieten lassen? „Mach das“ forderte ich ihn auf. Er ignorierte weiter. Ich bezweifle, dass er es tatsächlich gemacht hätte. Denn so dicht, wie der Typ uns auf die Pelle gerückt ist, und mit dem drohenden Tonfall mit dem er uns regelrecht in die Ecke drängen wollte, hätte ich ebenso ein Wörtchen mit der Polizei zu reden gehabt.

Eigentlich sollte es ein entspannter Fotonachmittag werden, bis ein aggressiver Typ uns bedrohte (Foto: Eric)Vernünftige Argumente halfen nichts. Die nächste Drohung folgte sofort: Sein Vater wäre Anwalt! Nun, als Fotograf kenne ich mich auch mit Fotorechten aus. Nein, das interessierte ihn wieder nicht, bedrängte uns weiter und pochte auf seinem „Recht“, unsere Fotos zu sehen.

Warum dieses Verhalten? Stressabbau, ganz klar. Aber was bringt es, den Nächstbesten mit einer Kamera in der Hand zu bedrängen und ihn zu nötigen, seine Fotos vorzuzeigen wie ein Krimineller? Was gibt ihm das Recht, unsere privaten Gegenstände – auch Fotos – zu inspizieren? Die den Typen zudem überhaupt nicht interessiert haben: beim absichtlich blitzschnellen Durchscrollen hat er nicht einmal hingesehen. Ebenso sprach er immer nur von sich – dass seine Frau oder sein schreiendes Kind auf dem Foto sein könnten, war ihm scheinbar egal.

Die einzigen mit Grund, sich beobachtet zu fühlen, waren eigentlich die Tiere im Steglitzer Stadtpark (Foto: Eric)Ich persönlich denke, dass sich solche Fälle häufen werden – vor allem, seit der §201a des Strafgesetzbuches mit schwammigen Begrifflichkeiten wie „Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellen“ mit bis zu zwei Jahren allein für das Erstellen der Aufnahmen aufwartet. Eine perfekte Steilvorlage für Spinner, Egozentriker und Selbstverliebte – eben solche Typen, wie der im Stadtpark, auch wenn er keineswegs „hilflos“ war. Im Gegenteil.

Es bringt nichts, sich auf Gedeih und Verderb mit solchen Typen anzulegen. Man wäre nicht der erste, der mit einem Messer im Bauch endet. Doch gefallen lassen muss man sich solches Verhalten  nicht.

Was ich beim nächsten Mal machen werde, ist die Handlungs-Initiative an mich zu reißen und selbst – ohne Diskussion – die Polizei zu rufen. Mal gucken, wie lange sich der- oder diejenige dann noch vor mir aufplustert…

Wie sind eure Erfahrungen zu diesem Thema? Wie würdet ihr euch verhalten, wenn jemand euch wild beschuldigt und euch bedrängt, das Bildmaterial zu öffnen?

Reiselust

Namibia 20112012 führten mich meine Reisen zum zweiten Mal nach Namibia. Einen ausführlichen bebilderten Reisebericht finden Sie hier. Die Reisefotografie ist einer meiner liebsten Schwerpunkte meiner Arbeit. Neue Kulturen, skurrile Landschaften und exotische Tiere haben es mir angetan. In der Kategorie "Reisen" stelle ich Länder, die ich bereist habe, in Foto und Text vor.

Geschichte der Fotografie

Das erste Foto der Welt von Joseph Nicéphore Nièpce 1826. (Foto: wikimedia.org)Die Fotografie hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Im Laufe der Zeit - vom 10. Jahrhundert bis heute - gab es viele bemerkenswerte Fortschritte, die die Fotografie zu dem gemacht hat, was sie heute ist: eine Abbildung der Wirklichkeit mit allen Optionen der digitalen Gestaltung. Lest hier, was die Geschichte der Fotografie entscheidend geprägt hat!

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